Morgensonne   Geheimnis der Karten   Abendsonne



Wer kennt schon die Tiefen der Seele? Nicht nur jede andere Person, die wir kennenlernen, bleibt uns im Grunde fremd – auch von uns selbst kennen wir nicht alles, was in uns schlummert oder lauert. Welche schönen oder auch noch nicht offenbarten dunklen Geheimnisse warten auf ihre Entdeckung? Das Leben, von seinem Beginn zur Geburt bis zum Tod ist ein Spiel, bei dem wir oft das Gefühl haben, andere, nicht bekannte Mächte führen Regie. Heutzutage verbreitet sich aber die Meinung, dass man selbst seines Glückes Schmied ist, dass man es selbst in der Hand hat, wie das Leben verläuft, dass nur Leistung, starker Wille und Hartnäckigkeit nötig sind, um nicht im Schatten, sondern auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen.

Tarotkarte 10: Das Rad des Schicksals


Das muss sich wie ein Hohn für alle anhören, die trotz grösster Anstrengung, Einsatzbereitschaft und Hingabe nicht das erreichen, was sie sich wünschen oder vorstellen. Viele spüren sogar im Gegenteil, dass ein Stolperstein nach dem anderen, ein Hindernis auf das nächste folgt – und die lachenden, strahlenden, üppigen Bilder von glücksgesegneten Menschen in den Medien strafen diese Thesen vom selbst zu schaffenden Glück Lügen. Denn was steckt wirklich hinter der Fassade? Wo ist der Kern der Wahrheit, wenn man Geschichten vom Erfolg, Ruhm oder reinen Glück sieht, hört oder liest? Alles wirkt künstlich, aufgebauscht und verlogen. Wieviel Betrug alleine in der Bild- und Fotoverarbeitung liegt, weiss jeder, der sich damit beschäftigt. Aber auch die Worte, die uns einige dieser Personen sagen, sind teilweise so hohl, dass man meint, den klagenden Wind durch ein fensteroffenes Gebäude zu hören. Er pfeift und trommelt, der Wind, man kann ihn hören – und wenn er sich gelangweilt verzieht, fallen die Schablonen der künstlich aufgebauten Vorbilder oder Helden in sich zusammen.
Echte Liebe und ausreichend Geld – das bedeutet doch für jeden Menschen Glück. Von beiden kann man gar nicht genug haben – und doch gibt es genug Menschen, die weder das eine noch das andere besitzen oder sogar kennen. Weit mehr Menschen aber lernen beides oder auch nur eins davon sehr gut kennen, nur um irgendwann festzustellen, dass das Glück wie eine Seifenblase zerplatzt ist und sie plötzlich wieder alleine, vielleicht sogar betrogen und schlimm belogen worden sind.
Die Fahrt durch unser Leben geht selten nur geradeaus. Selbst wer eine feste Zielvorstellung davon hat, wird immer wieder durch äussere Umstände, Schicksalsschläge und Zufälle von seinem geplanten Weg abgebracht.

Tarotkarte 3: Herrscherin


Tarot – dieses uralte Kartenspiel ist ähnlich wie die Astrologie ein Geschenk der Götter an uns Menschen. Wobei jeder für sich entscheiden muss, was er unter Göttern versteht. Beide Methoden sind Mittel, um mehr in die Tiefe, also die Seele, das wahre Wesen eines Menschen, eines Sachverhalts, eines Lebens zu schauen. Die Bilder des Tarot sind archaisch, bzw. archetypisch. Es sind Urbilder, die mit ihrer kraftvollen Symbolik Antworten auf Fragen geben können. Beim Tarot ging und geht es nie nur um ein Spiel mit Karten, sondern immer um Erkenntnis, Vorrausschau, Wahrsagen, um Liebe und Beziehung und um Zukunftsdeutung. Trotzdem sollte der Umgang damit spielerisch, leicht, offen (geöffnet) - und nicht verbissen oder verkrampft sein.
Wer sich damit beschäftigt, wird merken, dass jede Legung einen Hinweis gibt – nicht immer gut verständlich oder im klassischen Sinn 'wahr', also handfest brauchbar, aber immer hilfreich. Denn diese Bilder, von Tarotkennern in Worte gewandelt, können einen Menschen erreichen, wenn er sich öffnet und keine Angst vor der Wahrheit hat.
Die Wahrheit ist ein ebenso grosser, wie gleichzeitig unverständlicher Begriff wie z.B. Liebe oder Glück. Für jeden bedeuten diese Worte etwas anderes – und trotzdem gibt es allgemeine Maßstäbe und Grundlinien. Glück kann man nur dann richtig erleben und begreifen wenn man vorher Unglück oder Pech erlebt hat – ob bei sich oder bei anderen. Der andere ist ja immer ein Spiegel, in dem wir uns selbst erkennen können. Wir begegnen nur Menschen, die uns etwas vermitteln und klar machen sollen. Spontane Anziehung, spontane Abneigung oder Abwehr – aus beidem können wir etwas über uns selbst lernen.

So geht es auch mit der Wahrheit – wer ein Buch liest, einen Film sieht, ein Gespräch führt und mittendrin spürt, wie er berührt und erfasst wird – das kann bis zu Erschauern und Zittern am ganzen Körper gehen - der kann sicher sein, dass diese Worte, diese Bilder genau in der Situation, wo er sich befindet, wahr sind. Für ihn ganz persönlich. Dann geht es um Einsicht, und die ist manchmal auch verbunden mit Erschrecken. Zieht man den Bogen zum Tarot: erschreckend sind Tarotlegungen nicht – aber oft genug erhellend und berührend.

Tarotkarte 21: Welt


Eine Verbindung vom Kartenleger zum Fragenden wird selbstständig und ohne Zwang oder Verkrampfung aufgebaut – sie existiert ab dem ersten Moment der Legung. Ganz egal, wo sich beide befinden. Es geht in dieser Zeit nur um die Frage, um die Situation, um die Person und das innere Wesen des Fragenden. Das ist ein magischer Moment – nicht erklärbar durch wissenschaftliche Messung, aber sehr verständlich und zweifelsfrei 'wahr' für jeden spirituellen Menschen.

Begreifen wir die wunderbare, magische und uralte Bedeutung des Tarot als Liebesbeweis des Universums für uns ganz persönlich. Eine Tarotlegung ändert nicht die Umstände, in denen wir uns befinden, aber die vielleicht unsere Sicht darauf. Und sie gibt uns damit die Chance, die eigene momentane Situation, die daraus folgende Zukunft, aktuelle oder dauerhafte Probleme und Fragen in einem neuen Licht zu sehen.
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Ein Tarot von Angelika legen lassen
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